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Screening

Kabul kiya? Do you accept?

Am 27.06.2018 von 16:15 – 18:45 Uhr im KWZ/ Raum 1.638

Der Dokumentarfilm “Kabul kiya? Do you accept?“ spielt in Johannesburg und erzählt die Geschichte von Hussein, einem jungen indischen Einwanderer aus Gujarat, der sich in Aqueela verliebt hat, einer jungen Frau indischer Abstammung. Ihre Vorfahren sind vor mehreren Generationen nach Südafrika ausgewandert. Die beiden wollen heiraten, müssen dafür aber starken Widerstand von Aqueelas Familie überwinden. Beide gehören muslimischen Gemeinschaften an, aber Hussein kommt aus einem Dorf in Indien und spricht nur rudimentäres Englisch, während Aqueela in einer reichen englischsprachigen Familie in Südafrika aufgewachsen ist und kaum die indische Sprache ihrer Großeltern kennt. Der Film gibt Einblicke in das Alltagsleben muslimischer Einwanderer aus dem westindischen Gujarat in Südafrika nach dem Ende der Apartheid. Der Film wurde von den Ethnologinnen Helene Basu und Julia Koch (Exzellenzcluster „Religion und Politik“ der Universität Münster) sowie dem Filmemacher Andreas Samland realisiert.

Julia Koch ist beim Screening anwesend und steht für eine anschließende Diskussion zur Verfügung.


Call for Papers

Audiovisionen des Alltags – Quellenwert und mediale Weiternutzung

CfP-Deadline ist der 10. Juni 2018

Veranstalter der Tagung ist die dgv-Kommission für Film und audio-visuelle Anthropologie in Kooperation mit dem Fach Kulturanthropologie/Volkskunde am Institut für Film-, Theater- und empirische Kulturwissenschaft der JGU Mainz und der Gesellschaft für Volkskunde in Rheinland-Pfalz e.V. Die Tagung findet am 29. und 30. November 2018 in Mainz statt. Den ausführlichen Call finden Sie hier.


Festival

The German International Ethnographic Film Festival (GIEFF) is celebrating its 25th anniversary!

Launched in 1993 as „Goettingen International Ethnographic Film Festival“ and having run successfully until 2016, its 14th edition will take place from May 9-13, 2018 at the Florinsmarkt in Koblenz. Join the festival for five exciting days, during which 53 documentaries from 33 countries will be screened, with topics ranging from crises, migration and exile to old age and human-animal-relationships. In addition, two interactive websites will be presented by members of the production team on Thursday and Friday noontime.  Exchange is a top priority at the festival – between people from different origin, between directors and their audience, as well as between established filmmakers and newcomers. For the young filmmakers there is also the special “Student Award”, which will presented on Saturday evening. An inspiring new feature to look forward to is the “Filmmaker’s Choice” on Friday morning, which is organized in cooperation with the German Association of Social and Cultural Anthropology (DGSKA). We are honoured that David MacDougall, eminent ethnographic filmmaker and prolific writer in the field of Visual Anthropology, will put his work in perspective by talking about and showing excerpts from films that have been important to him or have influenced his filmmaking. Further information here.


Screening

Der Mensch ist ein schöner Gedanke.
Volkhard Knigge und Buchenwald

19.04.2018 um 18:15 Uhr in ZHG 004

Einer der beiden Filmemacher, Siegfried Ressel, ist anwesend und steht nach dem Screening für eine Diskussion zur Verfügung. Der Eintritt ist frei!

Der Mensch ist ein schöner Gedanke – sein Tun schaut manchmal anders aus. Bei seiner Reflektion über Buchenwald begleiten wir den Leiter der Gedenkstätte, Volkhard Knigge, über das Gelände und lauschen seinen Überlegungen. Es stellt sich unweigerlich die Frage, wie mit einem Ort umzugehen ist, an dem so viel Grauen geschehen ist und welches heute seine Aufgabe sein kann. Für die schwindenden Zeitzeug/innen ist dieser Platz für die eigene Aufarbeitung, des in der Vergangenheit Erlebten, oft notwendig. Volkhard Knigge erzählt, dass es gleichermaßen für Opfer und Täter/innen ein wichtiger Prozess sein kann. „Bei diesen „Spaziergängen“ wird mir schnell klar, wer wie seine Erfahrungen verarbeitet hat. Wenn man nach den vielen vergangenen Jahren zurückkehrt, und sich auf den staubigen Straßen von Buchenwald den Geistern der Vergangenheit stellt,“ sagt Knigge. Um sich diesem Ort mit seinen verlassenen Gebäuden, der von Verbrechen durchtränkten Geschichte anzunähern, findet der Regisseur Siegfried Ressel für den Film eine interessante Lösung. Indem er die objektive sachliche Beschreibung der Architektur über die Bilder der Gebäude in Buchenwald legt, wird die effiziente Denke für die industriell anmutende Vernichtung von Menschen in seiner vollen Kälte sichtbar. Heute steht dieser Ort, neben seiner Aufgabe als Gedenkstätte, Jugendlichen offen um an Workshops teilzunehmen. Es geht darum zusammen zu finden um in Kontakt zu treten und Platz zu schaffen für die Freiheit des Geistes, um ein besseres Heute zu ermöglichen. Der Filmemacher Siegfried Ressel macht die Verbrechen der NS-Zeit für die Gegenwart erfahrbar, und schafft Gelegenheit, sich mit der Vergangenheit auseinander zu setzen – denn Geschichte ist nie unweigerlich vorbei.

Deutschland 2017, 85 Min., Director: Siegfried Ressel, Hannes Richter


Out now!

Korsakow-Film „Bilder machen“

Die TeilnehmerInnen des Masterschwerpunkts Curriculum Visuelle Anthropologie (CVA) 2015-2017 realisierten ihre Filmarbeit im Rahmen des Projekts „Bilder machen“. Die Studierenden videografierten jeweils Personen bzw. Personengruppen bei der Ausübung ihrer visuellen Praktiken. Das Forschungsziel bestand darin, sich für bestehende Normen, Vorbilder sowie das sensorische Instrumentarium, in das die bilderstellenden Praxen eingebettet sind, zu sensibilisieren. Um Kohärenzen, aber auch Disparitäten quer zu den verschiedenen Bildprozessen kenntlich machen zu können, fiel die Entscheidung, eine Vielzahl kurzer Videoclips zu erstellen. Diese wurden mit Hilfe der Software „Korsakow“ des Filmemachers und Künstlers Florian Thalhofer in einer interaktiven Online-Plattform zusammengeführt. Der Korsakow-Film „Bilder machen“ sowie die Projektwebsite, in die der Film eingebettet ist, sind nun online.


„Störung“ gewohnter Erwartungen

Interaktive Multimediapräsentation des CVA 2015-17

Am Sonntag, 28.01.2018, präsentierte das CVA 2015-17 seine Studienprojektergebnisse im Kino Lumière einer interessierten Öffentlichkeit. Vor fast ausverkauften Reihen präsentierte die Projektgruppe eine Kurzfassung ihres Korsakow-Films „Bilder machen“. In zwei Kommentaren (Susanne Regener, Mediengeschichte, Schwerpunkt Visuelle Kultur der Universität Siegen sowie Kay Hoffmann, Studienleiter Wissenschaft am Haus des Dokumentarfilms in Stuttgart) aber auch in der für das Publikum geöffneten Podiumsdiskussion wurde das Format des Korsakow-Films als interaktive Dokumentation (i-doc) – die während des Events vom Publikum mithilfe von Laserpointern navigiert wurde – vor allem hinsichtlich aktueller Potentiale für ethnografische audio-visuelle Repräsentationen kritisch diskutiert – auch deswegen, weil es die Erwartungen einiger Besucher:innen unterminierte und den Rezeptionsraum „Kino“, wie Susanne Regener anmerkte, im Sinne einer „Störung“ dekonstruierte.

Der Korsakow-Film „Bilder machen“

Navigation des Publikums mithilfe von Laserpointern

Susanne Regener (Universität Siegen)

Kay Hoffmann (Haus des Dokumentarfilms in Stuttgart)

Podium (von links): Johannes Kohout, Franziska Weidle, Fabian Fess, Kay Hoffmann und Susanne Regener

Diskussion mit dem Publikum


Interaktive Multimediapräsentation des CVA 2015-17

Sonntag, 28.01.2018, Kino Lumière, Geismar Landstr. 19, 37083 Göttingen, Beginn 12 Uhr, Einlass ab 11:30 Uhr

Das CVA 2015-2017 widmete sich dem Oberthema „Bildermacher_innen“. Die Studierenden videografierten zwölf Personen bzw. Personenengruppen bei der Ausübung ihrer visuellen Praktiken. Das Forschungsziel bestand darin, sich für bestehende Normen, Vorbilder sowie das sensorische Instrumentarium, in das die bilderstellenden Praxen eingebettet sind, zu sensibilisieren, auch um Bilder als das Resultat „persönlicher oder kollektiver Symbolisierung“ (Belting 2001: 9) sichtbar zu machen. Um später Kohärenzen, aber auch Disparitäten quer zu den verschiedenen Bildprozessen kenntlich machen zu können, fiel die Entscheidung, eine Vielzahl kurzer Videoclips zu erstellen. Diese wurden mit Hilfe der Software Korsakow (vgl. u. a. Soar 2014) des Filmemachers und Künstlers Florian Thalhofer in einer interaktiven Online-Plattform zusammengeführt. Statt eines linearen Verknüpfens von Videosequenzen, wie es beim Filmschnitt normalerweise der Fall ist, zeichnet sich Korsakow besonders dadurch aus, dass es multilineare Verbindungen zwischen den Clips möglich macht. Auf Grundlage von Schlagwörtern (sog. Keywords), die für die einzelnen Clips vergeben werden und den Algorithmus steuern, entscheidet das Klicken der Zuschauer_innen auf ein Neues, wie sich der Film zusammensetzt. Dadurch eröffnen sich ständig neue Perspektiven auf die einzelnen Clips als Elemente einer fluktuierenden Kollektion.

Premiere feiert der Korsakow-Film im Rahmen einer öffentlichen interaktiven Multimediapräsentation am Sonntag, den 28.01.2018 im Kino Lumiére. Als Referent_innen sind Prof. Dr. Susanne Regener (Lehrstuhl für Mediengeschichte, Schwerpunkt Visuelle Kultur, Universität Siegen) und Dr. Kay Hoffmann (Studienleiter Wissenschaft, Haus des Dokumentarfilms, Stuttgart) eingeladen.

Termin: Sonntag, 28.01.2018, Kino Lumière, Geismar Landstr. 19, 37083 Göttingen. Beginn 12 Uhr, Einlass ab 11.30 Uhr; Dauer ca. 90 Min, mit anschließendem anschließend ist das Café Kabale für uns geöffnet. Mehr Informationen


Foto: Wilfried Arnold

Showcase: Drei studentische Filme der Kulturanthropologie/Europäischen Ethnologie

23.01.2018 ab 20.00 Uhr im Kino Lumiere, Geismarlandstraße 19, 37083 Göttingen

Drei ethnografische Dokumentarfilme, die als studentische Projekte bzw. Masterarbeiten am Institut für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie entstanden sind, werden an diesem Abend vorgestellt. Sie setzen sich mit den Themen Mutismus, Erinnerung und Eskapismus auseinander. Die FilmemacherInnen Ute Seitz, Judith Schein und Franziska Weidle sind zum Gespräch anwesend.
Der Eintritt beträgt 7€ (ermäßigt 6€).

„Stille Stimmen“ (32 Min.): Nicoleta hat seit über 20 Jahren kein Wort mehr gesprochen, schreibt aber Erzählungen und Gedichte. Und Simone erzählt auf YouTube wortgewandt vom Leben mit Mutismus, kann frei sein auf der der Bühne, während ihr im täglichen Miteinander kaum ein Wort über die Lippen kommt. Trailer: https://vimeo.com/204323558 Mehr Informationen unter: www.stille-stimmen.de

„Was bleibt – Ein Nachruf auf Wilhelmine und Bernard“ (37 Min.): Hermann lebt seit 1946 im selben Haus, mit den Möbeln und Büchern seiner Eltern, Marx- und Leninbüsten, Chanukka-Leuchtern, unzähligen gerahmten Fotos, Briefen und Ölbildern. Er konserviert die Dinge aus der Vergangenheit, von denen er sich bis heute nicht trennen konnte, weil sie für ihn Erinnerungen an seine Familie bedeuten.

„#naturehardwired“ (38 Min.): Erdrückt von zu viel Medientechnik, sehnt sich Philosoph Ho-Seoung Moon nach der Natur. Während er einige Kilometer außerhalb Göttingens fünf Tage lang kampiert, folgen ihm fünf Kameras auf Schritt und Tritt. Skeptisch gegenüber dem Nutzen des Unterfangens, liefert die Anwesenheit der Filmemacher schließlich den entscheidenden Impuls, Ho-Seoungs eigentliche Beweggründe zu Tage zu fördern.
Trailer: https://vimeo.com/147285874 Mehr Informationen unter: https://www.facebook.com/naturehardwired/


talking_photobooks

talking_photobooks

Eine Plattform der extrovertierten Bücher

Die Plattform, die u.a. von Alexa Färber (Stadtanthropologin an der HCU Hamburg) initiiert und umgesetzt wurde, versammelt filmisch aufgezeichnete Gespräche über Fotobücher, die Stadt zum Gegenstand haben. In den Gesprächen geht es sowohl um die Greifbarkeit von Stadt durch und in Fotografie als auch um das Potenzial von Büchern, Öffentlichkeiten herzustellen. talkingphotobooks macht die introvertierten Praktiken des Lesens und Betrachtens öffentlich. Kapitel 1 dreht sich um Städte im Norden, historische Stadtfotografie von Heimat & Stadt, Hafenarbeit und Hafenleben und um Schlafzimmer; um Bücher, die Geschmacksbildung vorantreiben wollten oder Geschichte von Unten artikulieren. Die Gespräche mit Doris Tillmann (Kiel), Thomas Overdick (Hamburg), Lisa Kosok (Hamburg), Janina Kriszio (Hamburg) und Wolfgang Kaschuba (Berlin) thematisieren alle das Fotobuch als populäres Medium zwischen den 1930er bis 2000er Jahren. Sie sind zum Anlass des 65. Geburtstags von Silke Göttsch (Kiel) entstanden. Hier geht es zu talking_photobooks


Summer School_2017_1In vollem Gange

Summer School 2017

Seit dem 24.07. findet die Summer School „Praxis ethnografischer Film“ am Institut für KAEE Göttingen statt, an der Studierende aus Graz, Zürich, Berlin, Heidelberg, Göttingen u.a.O. teilnehmen. Zunächst stand die gemeinsame Annäherung an das Oberthema „Straße“ auf dem Programm,  die die Studierenden gemeinsam mit der Kulturanthropologin Victoria Hegner (Göttingen/Berlin) u.a. in einem Wahrnehmungsspaziergang unternommen haben. Daneben war die erste Woche vor allem der Einführung in die technische und ethnografische Nutzung des Videoequipments gewidmet, die von dem visuellen Anthropologen Max Leimstättner (Wien) geleitet wurde. Am Freitagmittag begannen die Teilnehmer:innen, ihre Filmthemen in Feldforschungszugängen zu erschließen. Erste Ergebnisse galt es bereits am Samstag zu referieren. Timo Großpietsch, Dokumentarfilmemacher und leitender Redakteur der Abteilung Dokumentation und Reportage beim NDR Hamburg, diskutierte zunächst kritisch die Themenentwürfe, um in seinem nachfolgenden Vortrag auf die Spezifika von Narration und Dramaturgie des Dokumentarfilms einzugehen. Neben weiteren Recherchen, Feldzugängen und der Drehplanerstellung stehen diese Woche die Dreharbeiten selbst im Zentrum des Kurses. Sichtung und Montage des entstehenden Rohmaterials folgen in der dritten Woche. Mit der öffentlichen Präsentation der Filme endet die diesjährige Summer School am 11.08.   (Zwischenbericht vom 31.07.2017).

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Max Leimstättner (Wien) und Teilnehmer:innen

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Timo Großpietsch (NDR Hamburg)

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Timo Großpietsch (NDR Hamburg)


270709_1704STOP & GO – Filming the street

Summer School Ethnografischer Film vom 24.07. bis 11.08.2017

Bewerbungszeitraum vom 01.05. bis zum 31.05.2017

Straßen sind öffentliche Plätze und Verbindungswege. Sie sind Aufenthalts-, Schwellen- und Durchgangsräume. Straßen sind Aushandlungsorte sozialer Organisation und des politischen Handelns. Straßen sind gleichermaßen durch Lokalität wie durch Mobilität gekennzeichnet. Sie wirken integrativ und  grenzen aus. Häuserfassaden verweisen nicht nur auf Außenräume, sondern implizieren stets auch Fragen nach den (nicht sichtbaren) Innenräumen. In ihrer Geschichtlichkeit und in ihrer gegenwärtigen Alltäglichkeit begründen sie Gefühle von Beheimatung ebenso wie von Entfremdung. Ausgehend von diesen nur kursorischen kulturanthropologischen Perspektiven knüpft die diesjährige Summer School an die vielfältigen Implikationen von Straße an. Mehr Informationen


DSC_47332.jpgCVA 2017-2019

Masterschwerpunkt Curriculum Visuelle Anthropologie

Bewerbungszeitraum vom 01.04.2017 – 01.06.2017

Studierende mit einem Bachelor-Abschluss in Kulturanthropologie/Europäischer Ethnologie (Volkskunde, Empirischer Kulturwissenschaft) oder in einer fachlich eng verwandten Disziplin können sich ab dem 01.04.2017 für den Masterschwerpunkt Curriculum Visuelle Anthropologie bewerben. Der Schwerpunktmaster rückt die Theorien und Methoden ethnografisch-dokumentarischer Filmarbeit innerhalb der Ethnokulturwissenschaften in den Mittelpunkt. Neben vielen praktischen Filmübungen und der Umsetzung eines eigenen Filmprojekts haben die Absolvent_innen zudem die Möglichkeit, ihr Studium mit einer audio-visuellen Arbeit als integriertem Bestandteil der Masterarbeit abzuschließen. Mehr Informationen