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Action! Cut!

Malte von der Brelie / 2014 / 72 Min.

Was macht den professionellen Film und was macht den Amateurfilm aus? Diese Frage stellt sich insbesondere für das digitale Zeitalter, in dem Kameraequipment, Expertenwissen und eine breite Distribution der Filme für immer mehr Menschen zugänglich wird. Jede und jeder kann eigene Filme drehen und im Internet veröffentlichen!

Der Film „Action! Cut!“ begleitet drei junge Amateurfilmemacher_innen über den Zeitraum von sechs Monaten bei der Realisierung ihrer ehrgeizigen Filmprojekte sowie ihrer Träume, ‚professionelle‘ Filmemacher_innen zu werden. Dabei ist der Film nicht nur eine Studie der kontemporären Medienindustrien und den alltäglichen digitalen Medienpraktiken, sondern handelt vor allem von den Herausforderungen und Glücksmomenten des Filmemachens. Weitere Informationen


Umgraben

Wiebke Unger / 2014 / 32 Min.

Der Verein Internationale Gärten Göttingen e.V. existiert seit den 1990er Jahren. Er wurde mit dem Ziel gegründet Deutsche und Migrant_innen in einem Gemeinschaftsgarten zusammenzubringen und somit einen Beitrag zur wechselseitigen Integration zu leisten. Eine Neuwurzelung der Zugewanderten analog zu den Pflanzen im Garten sei das Ziel. 

Der Film „Umgraben“ begleitet drei Mitglieder des Vereins, befragt sie zu ihren Heimatvorstellungen und welche Bedeutung der Garten dabei spielt. Er zeigt, dass sich der Verein über die Jahre seines Bestehens in vielerlei Hinsicht verändert hat. Gleichzeitig möchte er anhand der individuellen Erzählungen Reibungspunkte zur geläufigen Berichterstattung über die Gärten erzeugen und eine Verwurzelungsmetaphorik in Frage stellen. 

Screenshot_Umgraben_Wiebke


NULLFÜNFer

Mit Kopf, Herz und Seele

Birgit Ehret / 2014 / 56 Min.

„NULLFÜNFer“ lässt die Fans eines niedrigklassig spielenden Vereins ihre ganz persönliche Geschichte einer ungewöhnlichen Fanszene erzählen. Eine Geschichte, die die Leidenschaft für einen Oberligisten erklärt. Eine Geschichte, die von Hochs und Tiefs geprägt ist. Eine Geschichte über Fans, die es Anfang der 1990er Jahre geschafft haben die damals aktiven Rechtsradikalen aus ihrem Stadion zu verdrängen, was bis heute identitätsstiftend ist und einen wichtigen Bestandteil ihres Selbstverständnisses ausmacht. Eine Geschichte über eine Gruppe Menschen, die die Streichung ihres Vereins aus dem Vereinsregister mit der Gründung der Initiative „Fans ohne Verein“ beantwortet, damit über fast zwei Jahre der Vereinslosigkeit das endgültige Auseinanderbrechen der Fanszene verhindert und zudem Weltruhm erlangt. Eine Geschichte über eine Fanszene, die ihre neue Heimat, einen dörflich anmutenden Sportplatz im Göttinger Süden, verliert, und daraufhin das Risiko der Einrichtung eines Fanraums eingeht und damit erfolgreich ist. Eine Geschichte über Anhänger eines niedrigklassigen Vereins, die sich durch ihr Engagement immer wieder einmischen und die Dinge selbst in die Hand nehmen, wie es sich in ihrer aktuellen Initiative „Glotze aus, Stadion an!“ wiederspiegelt. Eine Geschichte, die von Leidenschaft, politischer Entschlossenheit, Durchhaltevermögen, Menschlichkeit, Engagement und Zusammenhalt zeugt.

Der Film zeigt (…), dass ein Dokumentarfilm mit spärlichem Budget absolut mitreißend sein kann, wenn die dokumentierten Protagonisten den Film tragen. Die „begeisterte und begeisternde Fanszene von Göttingen 05,“ wie es ein Protagonist ausdrückt, überzeugt jedenfalls durchweg mit sympathischen Charakteren und tollen Geschichten.
Jan Tilman Schwab in: Der tödliche Pass. Magazin zur näheren Betrachtung des Fußballspiels 74 (2014), S. 62.

Screenings

  • 11-mm Internationales Fußballfilmfestival” 2014 in Berlin
  • Kicking+Screening Soccer Film Festival 2014 in New York
  • Regard Bleu Festival 2014 in Zürich

Weitere Informationen zum Film

http://nullfuenfer.wordpress.com/


In-between Homes

A documentary in Everyday Comforts

Karina Klimenko / 2012 / 34 min

There are travelers who regularly undertake continuous cosmopolitan travels. Why do they keep returning to some places? Where do they feel home? And how does it feel being home, anyway? A film in the context of research in Sensory Ethnography seeks to share a protagonist’s view on being „home“ and „away“ in terms of senses. Taking us from Russian Chelyabinsk to Istanbul, In-between Homes analyses the interrelation of movement and sensory experience of place and self that result in a fluid state of existential authenticity or the „sixth sense“. Through close-ups, interviews, and filmmaker’s narrative, In-between Homes explores what makes self-dependant travelers return to some places and how this places become integrated into an everyday landscape of home.

Screenings

  • Göttingen International Ethnographic Film Festival (GIEFF) 2014
  • 2. Marburg International Ethnographic Film Festival 2013
  • Ethnographic Film Festival Intimalente 2012 (Caserta, Italy, intimatelensfestival.com/index.php).

Selbst

Alternative Selbstständigkeit

Neele Behler / 2011 / 58 Min.

„Ich muss auch ein bisschen Mut mitbringen“, „aber solange ich immer eine Idee habe, kann mir nichts passieren“. „Es geht irgendwie immer weiter …“ Die Arbeitswelt verändert sich, das Normalarbeitsverhältnis scheint aus der Mode zu kommen und immer mehr Verantwortung wird auf die Arbeitenden selbst übertragen. Klaus, Carola, Arne und Roland sind „Ein-Personen-Selbstständige“, die ihren Lebensunterhalt mit der kleinsten aller möglichen Betriebsformen verdienen. Damit tragen sie die größte mögliche Verantwortung und alles Risiko selbst. Und in Zukunft? Wollen sie weiterhin „genau so!“ leben. „Selbst“ gibt einen tiefen Einblick in den Alltag der vier ProtagonistInnen, die je ihren eigenen Weg gefunden haben, mit den Anforderungen und auch der Prekarität der Lebens- und Arbeitsweise Alleinselbstständigkeit umzugehen. Der Film verdichtet einfühlsam wie sich Lebenswege und Standpunkte mit privaten und ökonomischen Notwendigkeiten zu einem Amalgam aus Arbeit und Leben verbinden. Aber entspricht das wirklich dem Traum von einem selbst bestimmten Leben, oder doch eher hochgradiger Prekarität?


Keeping it Real

Eine Berliner Rapperformanz

Martin Giesler / 2010 / 46 Min.

Realness hat im HipHop eine hohe Bedeutung: Sowohl in ihrer Alltagswelt, als auch in ihren künstlerischen Performanzen versuchen Mitglieder einer Berliner HipHop-Community einem als „authentisch“ geltenden Maß zu entsprechen, um für die Hörer ihre Songs oder die Besucher ihrer Konzerte glaubwürdig zu erscheinen. Mit welchen Strategien die Akteure versuchen, Authentizität herzustellen und welchen Systemwelten wie etwa der eigenen Biographie oder der lokalen Herkunft sich ihre medialen Vermittlungsformen dabei bedienen, das steht im Mittelpunkt des Films, der die zwei Rapper Colos und Liquid Walker sowie das Plattenlabel Mellow Vibes porträtiert.


Wunderbare Jahre?

Lisa Frebel und Sabine Helms / 2009 / 45 Min.

Der Film zeigt vier Schülerinnen und Schüler eines Göttinger Gymnasiums in den letzten Wochen ihrer Schulzeit und blickt dabei gemeinsam mit ihnen auch auf diese zurück. Selbst wenn das Phänomen des Abiturscherzes als Höhepunkt in einer Reihe von Feierlichkeiten und Aktivitäten, die das Erreichen der allgemeinen Hochschulreife begleiten, im Mittelpunkt steht: Über dieses kulturelle Phänomen hinaus, ist der Film vor allem daran interessiert, eine Übergangsphase zu skizzieren, die das Ende Wunderbarer Jahre? einläutet.


Keine Freundschaft

Nora Ludl / 2009

In ihrem Film blickt die Autorin auf die Beziehung zwischen Tieren und Menschen unter besonderer Berücksichtigung ihr innewohnender Ambivalenzen, wie sie etwa in der Nutzung von Tieren als Nahrungsmittel einerseits und in einer von Emotionalität geprägten Heimtierhaltung andererseits aufscheinen. Im Zentrum des Films steht die Frage, wie Menschen konkret im Alltagshandeln mit solchen Ambivalenzen umgehen.


Place to Face

Sven Buschmann / 2007 / 35 Min.

Wie ist die Sichtweise auf Orte und zwischenmenschliche Beziehungen, wenn statt eines festen Lebensmittelpunktes das Mobil-Sein zum Alltag geworden ist? Vier Menschen werden in diesem Film vorgestellt, die viel unterwegs sind – aus beruflichen Gründen, um Freundschaften oder Beziehungen zu leben. Welche Zuschreibungen erfahren die verschiedenen Räume, die des Ankommens, des Wegfahrens und die des Dazwischen? Wie deuten die im Film Porträtierten ihr je spezifisches ‚living apart together’?


Schule aus, ins Leben raus (Out of School)

Sandra Eckardt / 2006 / 51 Min.

Für Jessica und Len ist es der letzte Schultag. Im Alter von fünfzehn Jahren befinden sich die beiden Hauptschüler inmitten eines Überganges aus dem „Schonraum“ Schule in die Selbstverantwortlichkeit und stehen nun vor einer Fülle an Möglichkeiten und gleichzeitigen Beschränkungen. Der Weg direkt in eine Lehrstelle wird nur noch von wenigen ihrer Mitschüler überhaupt angestrebt. Der Großteil entscheidet sich, ohne vorherige Bewerbungsinitiative, für die Verschiebung des Statuswechsels zugunsten des staatlichen Übergangsregulativs der Berufsbildenden Schule. Der Fokus des Filmes liegt auf diesen zwei unterschiedlichen Wegen: Jessicas Übergang in eine Ausbildungssituation und Lens Weg von einer schulischen Institution in die nächste. Wie gehen die Jugendlichen mit der Übergangssituation um und welche kulturellen Praxen etwa ritueller Art finden bei der Bewältigung Eingang? In der filmischen Begleitung über fünf Monate standen im Kontext von Familie, Berufsschule und Arbeitsplatz die Empfindungen und Zustände der Jugendlichen im Mittelpunkt.

Screenings und Awards

  • 10. Göttingen International Ethnographic Film Festival (GIEFF) 2008, Winner Student Award
  • Nominierung: Internationales Frauenfilmfestival Dortmund/Köln 2009 (Kategorie nationaler Wettbewerb für Bildgestalterinnen)
  • Regard bleu#4 in Zürich 2008
  • 57. Trento Filmfestival 2009/EURORAMA Italien 2009                                                                                                                                                                                                  

«Zwischen den Welten zu wandern»

HexeSein im 21.Jahrhundert

Jennifer Kunstreich / 2007 / 63 Min.

„Neue Hexen” im 21. Jahrhundert stehen in Verbindung mit Bäumen, Naturgeistern und „Mutter Erde”. Die Männer und Frauen, die die Selbstbezeichnung „Hexe” heute für sich in Anspruch nehmen, verstehen sich als GrenzgängerInnen zwischen den Anforderungen der modernen Alltagswelt und der Welt der Naturmagie. Aus ihrer Verehrung der Natur ziehen die Hexen eine Weltanschauung, die ihnen Zuversicht und Handlungssicherheit gibt. Zugleich stehen die ProtagonistInnen des Film durch ihre Identifikation mit diesem Weltdeutungssystem in mancherlei Spannungsverhältnis zur sie umgebenden Alltagswelt. Sie werden als Spinner betrachtet und sind mit ängstlichem Aberglauben konfrontiert. Umgekehrt beurteilen die Hexen viele Prozesse der modernisierten Gesellschaft sehr kritisch. Was erscheint wie die esoterische „Wiederverzauberung der Welt” wird so zu handfester Kulturkritik.


Ewigschwarzes Lebenslicht

Sina Harthaus und Carolin Kraft / 2006 / 35 Min.

Melancholie und schwarze Kleidung als ein Weg durchs Leben zu gehen? Sina Harthaus und Carolin Kraft stellen Gothic als einen Weg vor, dem Leben zu begegnen. Dabei sind es aber keineswegs Jugendliche, die damit eine schwierige Phase kompensieren, sondern Erwachsene, die seit Jahren mit dieser Subkultur leben. Doch wie verträgt sich das mit dem Alltag und welche Chancen eröffnet Gothic sein für das Individuum? Die Autorinnen zeigen Menschen in unterschiedlichen Situationen, ihre speziellen Wege, die Angebote der Szene auszulegen und zu nutzen. Sie ermöglicht es zu sich selbst zu finden, aber auch aus seiner Identität auszubrechen. Dabei muss man nicht alles gut finden, was andere Gothics machen.


Erinnert und Vergessen

Torsten Näser / 2003 / 45 Min.
Veröffentlichung: GfkF 2003

In dem kleinen hessischen Dorf Trutzhain leben Menschen in den Baracken eines ehemaligen Kriegsgefangenenlagers der Deutschen Wehrmacht. Sie kamen nicht lange nach Kriegsende als Flüchtlinge und Vertriebene aus Ostpreussen, dem Sudetenland und anderswo her und sind bis heute geblieben. Dennoch lebt die alte Heimat der Bewohner in ihrem kollektiven Gedächtnis weiter – quasi parallel zum Ort, der unverkennbar die Spuren seiner kriegerischen Vergangenheit zeigt. In diesem Spannungsfeld deutscher Geschichte gehen die Trutzhainer ihren Weg – zwischen Erinnert und Vergessen.

Der Dokumentarfilm „Erinnert und Vergessen“ ist der zweite Teil einer filmischen Trilogie, die in Kooperation mit der jüngst eröffneten „Gedenkstätte Museum Trutzhain“ entsteht. Sie ist Teil des museumspädagogischen Konzepts der Gedenkstätte.


Trutzhain

Erinnerungen an ein Kriegsgefangenenlager

Alina Sotkowska / 2003 / 60 Min.
Veröffentlichung: GfkF 2003

In diesem Film der geplanten Trilogie zum Thema stehen die Erinnerungen der ehemaligen Insassen des Kriegsgefangenenlagers im Mittelpunkt. Sie erinnern sich an den Ort und diejenigen Details symbolischer Ortsbezogenheit, die für sie – je nach Nation – von Bedeutung waren, für den heutigen Betrachter jedoch nicht mehr sichtbar und erfahrbar sind. Die Verknüpfung der Aussagen der Gewährspersonen mit Abbildungen, Objekten, Orten und Gebäuden trägt dazu bei, historisches Geschehen so zu erhellen, dass es für Besucher des heutigen Ortes nachvollziehbar wird. Um die Bandbreite des individuell und national sehr unterschiedlich empfundenen Lageralltages zu vermitteln, wurden Befragungen In Frankreich, in Italien, in Polen sowie in Russland durchgeführt; zwei Gewährspersonen aus Deutschland beschreiben die Sicht auf das Lager aus der entgegengesetzten Perspektive.


Die Wochenend-Ritter…

Streifzüge durch die Mittelalter-Szene

Annemike Meyer / 2003

Eine kulturwissenschaftliche Betrachtung des Phänomens „Mittelalter Reenactment“ mit wissenschaftlicher Filmdokumentation.


Die Komik des Normalen

Ninette Kraunus / 2001 / 49 Min.
Veröffentlichung: GfkF 2002

Der Film entstand als Teil einer Magisterarbeit am Seminar für Volkskunde in Göttingen und beinhaltet die Auseinandersetzung mit einer besonderen Form des Straßentheaters. Vier Akteure und eine Akteurin des professionellen Hamburger Ensembles „Scharlatan Theater“ erklären ihre Spielform, die auf den Elementen Humor, Improvisation und Provokation basiert. Durch die Wichtigkeit dieser Eigenschaften als Grundpfeiler des Spiels wird der Unterschied zwischen Theater auf der Straße und Straßentheater verdeutlicht. Nicht sofort als theatrale Figuren zu erkennen, verrichten zwei ungewöhnliche „Straßenkehrer“ auf eine ungewöhnliche Art und Weise ihre Arbeit in einer Fußgängerzone in Hamburg. Das Ausbrechen aus den alltäglichen und erwarteten Verhaltensweisen erzeugt zunächst Aufmerksamkeit und führt dann zu Interaktionen und Konflikten mit Passanten und Passantinnen. Sobald sich durch die Ansammlung von stehenbleibenden Menschen ein Spielort etabliert hat, mischen sich zwei skurrile „Franzosen“ in das Geschehen ein. Den Höhepunkt erreicht das Spiel als die Insassen eines schwarzen Mercedes, eine „Opernsängerin“ und ihr „Chauffeur“, in der Fußgängerzone auftauchen mit der Absicht in ihrer Nobelkarosse durch die angesammelte Menschenmenge zu fahren. Der Film lebt von dem Wechsel zwischen Interviewsequenzen und Spielszenen. Parallel zum eigentlichen Agieren reflektieren die Schauspieler ihr Selbstverständnis. In Abgrenzung zur Wahrnehmung der Straße in anderen Kulturen findet eine Auseinandersetzung mit dem Raum Straße in Deutschland und den Menschen auf der Straße statt. Der direkte Kontakt zu den Personen auf der Straße und die damit verbundene notwendige Improvisation ermöglichen den Protagonisten auf spielerische und humorvolle Weise ein Zerrbild ihres jeweiligen Gegenübers zu kreieren, die Anonymität der Straße für einen bestimmten Zeitraum aufzubrechen und den Involvierten einen Spiegel ihrer gewohnten Verhaltensweisen vorzuhalten.


Weibliche selbstständige Erwerbstätigkeit als Selbstverwirklichung

Alicia Gerike / 2001 


Das gehört zum guten Ton…

Technische Keramik und Schneiderkreide aus Großalmerode

Ellen N. Henkel / 1999 / 30 Min.
Veröffentlichung: GfkF 2000

Im Mittelpunkt des Films steht die Gewerbegeschichte Großalmerodes. Aufgrund der reichhaltigen und vielfältigen Tonvorkommen hat sich in dieser Stadt eine bedeutende Ton- und Feuerfestindustrie etabliert. Im Film wird der Weg vom Tonabbau bis zum Endprodukt – Schmelztiegel, Schamottestein und Schneiderkreide – nachgezeichnet. Historische Filmaufnahmen und Fotografien bilden die Brücke von der Vergangenheit in die Gegenwart und veranschaulichen die technischen Entwicklungen.

Der Magisterfilm entstand In Kooperation mit dem Glas- und Keramikmuseum in Großalmerode. Er liegt als sequenzierter Film und in Kombination mit anderen Filmsequenzen auch auf DVD vor.


Den Rahm abschöpfen

Zur Industrialisierung der Milchproduktion

Alexandra von der Brelje / 1999 / 14 Min

Veröffentlichung: GfkF 2000

Obgleich Milch als eines der ältesten Nahrungsmittel der Welt gelten kann, so erhielt sie dennoch erst mit der Erfindung der Zentrifuge und der nachfolgenden Gründungswelle von Genossenschaftsmolkereien ihre erhebliche wirtschaftliche Bedeutung auf dem Nahrungsmittelmarkt. Im Film geht es einerseits um historische Produktionsbedingungen, andererseits um die Folgen der genannten Industrialisierung für Mensch und Tier. Auch dieser Film, der im Zusammenhang mit einem Museumskonzept für eine Molkerei der Stadt Usseln steht, ist Bestandteil einer Magisterarbeit. Neben dem Film wird dabei eine wesentlich verkürzte schriftliche Arbeit zum Thema eingereicht, die dann als Filmbegleitpublikation gedacht ist. Sie kann ebenfalls angefordert werden.


Merkers – Das Ende eines Industriestandortes

Strukturwandel in einer vom Kalibergbau geprägten Region

Claudia Doll / 1998 / 22 Min.
Veröffentlichung: GfkF/IWF 1999

Ausgangspunkt ist ein noch weithin sichtbar den Ort Merkers (ehemals DDR) dominierender Industriekomplex, der jedoch bald nicht mehr vorhanden sein wird. Neben dem Rückblick auf eine gerade vergehende historische Epoche erfolgt eine Bestandsaufnahme vor Ort. Welche Entwicklungen sind nach der Auflösung eines Industriezweiges zu verzeichnen, der die Region entscheidend geprägt hat?


Vom Kombinat zur Aktiengesellschaft

Kalibergbau in der DDR und nach der Wende

Ulrike Schmidt / 1998 / 30 Min.
Veröffentlichung: IWF 1999

Am Beispiel des Kaliwerkes Unterbreizbach werden einerseits die spezifischen Produktionsbedingungen in der DDR und die damit in Zusammenhang stehenden Mentalitäten vorgestellt werden. Andererseits stehen die wirtschaftlichen und mentalen Veränderungen im Werk und im Ort nach der Wende im Mittelpunkt des Films.


Von der Landwirtschaft zum Industriestandort

Die Entwicklung der Werra-Kalibergbauregion

Antje Pauli / 1997 / 15 Min.
Veröffentlichung: GfkF/IWF 1999

Bei diesem Film stehen neben der Entstehung und Geschichte des Bergbaus in der Werra-Fulda-Region der Wandel der Produktionstechniken und -bedingungen im Mittelpunkt.

Sowohl dieser als auch die beiden folgende Filme entstanden in Kooperation mit dem Kalibergbaumuseum in Heringen. Im Projekt ging es um den Wandel eines bedeutenden Kalistandortes im Grenzgebiet zwischen Thüringenn und Hessen. Das Projekt wurde von der Stadt Eisenach und der Hans-Böckler-Stiftung gefördert. Alle Filme des Projektes wurden am Seminar für Volkskunde als Teil einer Magisterarbeit eingereicht.


Die Letzten von Bradeto

Feldforschung in einem durch Landflucht veränderten Dorf in Nordwest-Griechenland

Andrea Harting / 1998 / 54 Min.


Mythen, Monster, Meistermagier

Eine volkskundliche Studie zum Phänomen des Fantasy-Live-Rollenspiels

Ulrike Feder / 1998 / 25 Min.


Die nächste Lore ist genug

Basaltsteinabbau auf der Bramburg

Anja Müller / 1997 / 13 Min.

Wissenschaftliche Filmdokumentation für das Steinarbeitermuseum in Adelebsen als Teil der Magisterarbeit „Der Museumsfilm. Altes Medium in neuer Hülle.“


Beruf: Wandermusiker

Sabine Jabri und Eckhard F. Schenke / 1992 / 45 Min.
Veröffentlichung: GfkF/IWF 1994

Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein dominierte ein besonderer Erwerbszweig den beruflichen Alltag des thüringischen Ortes Hundeshagen (Oberes Eichsfeld): Es war die Wandermusik, die vor der massenhaften Verbreitung von Radio und Juke-Box das Bedürfnis nach Life-Unterhaltungsmusik befriedigte. Thematisiert wird in dem Film am Beispiel von drei Wandermusikern neben alltäglichen Aspekten ihrer Arbeit auch die Problematik einer Pendelexistenz zwischen der „Heimat“ und der „Fremde“, die permanente Auseinandersetzung mit Behörden und ihren Vertretern sowie die Existenzbedrohung durch die allmählich unüberwindliche Grenze, die nur wenige Kilometer westlich von Hundeshagen verlief.

Der Film ist Teil des Forschungsprojektes „Kulturelle Identität des Eichsfeldes“, bei dem der Autor als studentischer Mitarbeiter beschäftigt war. Das Thema bot sich an, weil dazu eine Magisterarbeit der Autorin am Seminar für Volkskunde entstand: Jabri, Sabine: Mit Musik gegangen. Die Wandermusiker im Spiegel der Erinnerungen von ehemaligen Wandermusikern aus Hundeshagen/Eichsfeld. Göttingen 1993.


Umgang mit alten Häusern

Die Interessengemeinschaft Bauernhaus e.V. im Landkreis Rotenburg/Wümme

Heike Brümmer / 1993 / 33 Min.


Heimwerk hat goldenen Boden

Do it yourself – eine volkskundliche Studie zum Phänomen des Heimwerkens

Katja Sinn / 1991 / 59 Min.


Der Käsehof

Eine volkskundliche Studie über einen alternativ bewirtschafteten landwirtschaftlichen Betrieb in Südniedersachsen

Eckhard Schenke / 1991 / 60 Min.