Curriculum Visuelle Anthropologie (CVA)
Alle zwei Jahre können sich Studierende für den Masterstudiengang Kulturanthropologie/ Europäische Ethnologie (KAEE) mit Schwerpunkt Visuelle Anthropologie, genannt Curriculum Visuelle Anthropologie (CVA) bewerben. Für Interessierte stehen 10 Plätze bereit. Im 2-jährigen Turnus ist das CVA fester Bestandteil des Masterstudiengangs KAEE der Universität Göttingen. Der erste Masterstudiengang beginnt im Wintersemester 2009/2010.
Schwerpunkt visuelle Anthropologie
Ein Schwerpunkt im Lehr- und Forschungsangebot des Instituts für Kulturanthropologie/ Europäische Ethnologie ist die Vermittlung von Theorie und Praxis des kulturwissenschaftlich ethnographischen Films sowie der Fotografie.
Der Begriff Visuelle Anthropologie verweist auf den im englischen Sprachraum üblichen Begriff Visual Anthropology. Er bezeichnet dort eine Richtung innerhalb des Fächerkanons der Anthropology, die einerseits die verschiedenen Formen visueller Kommunikation im Alltag untersucht und andererseits mit den Mitteln visueller und audiovisueller Medien Menschen in ihrem kulturellen und sozialen Umfeld analysiert. Film und Fotografie werden dabei dezidiert als Medien ethnographischer Repräsentation verstanden.
Vor allem der zweite Bereich der Visuellen Anthropologie wird am Göttinger Institut in verschiedenen Bachelor- und Mastermodulen bedient. Kernstück ist dabei das Curriculum Visuelle Anthropologie (CVA), ein dreisemestriges Studienprojekt, das im Masterstudiengang angeboten wird. Absolventinnen des CVA haben darauf aufbauend die Möglichkeit, einen kulturwissenschaftlich ethnographischen Film als Teil der Masterarbeit einzureichen.
Abschluss Master of Arts im Fach Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie
Das Curriculum Visuelle Anthropologie wird als integraler Bestandteil eines vollwertigen Masters of Arts im Fach Kulturanthropologie/ Europäische Ethnologie belegt. Neben den Theorien, Methoden und Themenfelder des Faches werden insbesondere auch Repräsentationspraxen des ethnographisch-kulturwissenschaftlichen Films behandelt. In dieser Synthese versteht sich der Studiengang als berufsqualifizierend für die ganze Bandbreite des Faches: Von universitärer Wissenschaft über Museum bis hin zu Film und Fernsehen. Zum Abschluss wird ein Masterfilm und eine Masterarbeit eingereicht.
Keine gesonderten Kosten
Außer den für niedersächsische Hochschulen�festgelegten Studienbeiträgen plus die entsprechenden Verwaltungsgebühren u.ä. fallen für den Masterstudiengang mit Schwerpunkt Visuelle Anthropologie keine gesonderten Kosten an.
Individuelle Betreuung vor Ort
Von den theoretischen Vermittlungen in den Seminarsitzungen, den ersten filmpraktischen Gehversuchen im Feld über die Konzeption eigener Filmprojekte bis hin zur Planung und Durchführung des Masterfilms werden die Studierenden individuell und vor Ort über den kompletten Verlauf ihres Studiums durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts betreut.
Technische Ausstattung wird gestellt
Eine eigene technische Ausstattung der Studierenden ist nicht erforderlich. Institut und Universität verfügen über mehrere Kameraausrüstungen und eigene Schnittstudios.
Kooperationen internationaler Ausrichtung am Standort Göttingen
Das Curriculum Visuelle Anthropologie kooperiert mit der Gesellschaft für den kulturwissenschaftlichen Film (GfkF), dem Göttingen International Ethnographic Film Festival (das reichhaltige Filmarchiv kann von den Studierenden konsultiert werden), dem Institut für Visuelle Ethnographie (IVE), anderen Göttinger universitären Instituten und lokalen Kinos. Die Studierenden können sich so – über die universitären Veranstaltungen hinaus – mittels Praktika und/oder Projektmitarbeit in konkrete Produktionsprozesse ethnographisch- kulturwissenschaftlicher Filmarbeit vor Ort einbinden und in einen unmittelbaren internationalen Austausch theoretischer Auseinandersetzung mit dem Medium treten.